Was ist besser: Schraub und Steckfilter?

Schraubfilter werden je nach Filtergewindegröße (Bild unten) auf die Vorderseite eines Objektives geschraubt.

Bei Steckfiltern muss man zuerst einen Adapter(Ring) an das Objektiv anbringen. Meist wird dieser geschraubt. Der angebrachte Adapter trägt dann den Filterhalter und dieser wiederum den Filter (siehe Bild unten). 

Vor und Nachteile beider Systeme:

Schraubfilter:    

  • klein und leicht
  • günstiger da weniger Glas in der Produktion benötigt wird
  • einfacher Transport mit zb “Stack Cap Filtercontainer“ (Bild unten links) oder den Original Verpackungen der jeweiligen Filtern (sind gepolstert und gut zu verstauen).
  • Die Wahrscheinlichkeit einer Vignettierung (Grau/schwarze Umrandungen an den Ecken eines Bildes - Bild oben rechts) ist erhöht, gerade wenn man einen falschen Filter kauft und/oder diese dann stapelt möchte. Bei weitwinkligen Objektiven solltet ihr zur SLIM Version (Vergleichsbild siehe Bild unten) greifen, diese sind meist etwas teurer, haben aber den Vorteil das die Vignettierung nicht zum tragen kommt. 
Normale Filter können bis zu doppelt so hoch sein wie die etwas teueren SLIM Versionen.

Normale Filter können bis zu doppelt so hoch sein wie die etwas teueren SLIM Versionen.

Steckfilter: 

  • keine Vignettierung bei 100mm (oder höher) Steckfiltern bei 16mm (Vollformat) oder 10mm (Crop-Kameras) Brennweite 
Steckfilter gibt es in unterschiedlichen größen. Grundsätzlich kommt es hier aber auf die Brennweite an. Um so weitwickliger desto größer der Filter, desto mehr Glas, desto teuerer der Filter.

Steckfilter gibt es in unterschiedlichen größen. Grundsätzlich kommt es hier aber auf die Brennweite an. Um so weitwickliger desto größer der Filter, desto mehr Glas, desto teuerer der Filter.

  • ein schnelleres Fokussieren und Ausrichten der Kamera bei starken ND-Filtern ist im Gegensatz zu Schraubfiltern möglich
  • teurer in der Anschaffung! 
  • günstige Steckfilter gibt es auch aus Kunststoff (z.b.: Cokin)
  • Gegenlichtblende nicht mehr nutzbar
  • Zwischen Filteradapter und Halter kann bei einigen Systemen durch Schlitze Licht eindringen was zu Farbfehlern oder hellen Tönen bei längeren Belichtungszeiten führen kann

Zum Schluss bleibt es reine Geschmacksache was ihr verwenden möchtet. Beide Systeme haben ihr Vor und Nachteile. Ähnlich gestaltet es sich bei den Filtern, hier gibt es fast so viele wie Sand am Meer ;)

Ein letzter persönlicher Tipp: Setzt anfangs auf Schraubfilter. Empfehlen kann ich hier die Firmen Gobe, Haida, Hoya, B&W und Hitech. Wollt ihr dann/doch lieber auf Steckfilter setzten fangt am besten mit Filtern von Cokin an (Kunststoff und Glas). Alternativen sind LEE und Hitech. 

Tipp: Dein neuer bester Freund bei Regen, Schnee und Nässe :)

Der Winter bietet eine Vielzahl an tollen Motiven - sei es beim Spaziergang durch den Winterwald mit den Kindern auf der Skipiste oder es ertönt: "Willst du einen Schneemann bauen" ☺️😄

Doch dann die Frage... sind Kamera und Objektiv Schnee/Spritzwasser/Nässe geschützt? Bei vielen von euch wird das leider nicht der Fall sein und das könnte teuer werden!!

Folgend ein nettes Video das euch euren neuen besten Freund in solchen Wetterlagen zeigt 😊😉

 

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Was ist eine Objektiv-Vergütung?

Eine Vergütung ist eine spezielle Beschichtung auf den Glasflächen der Objektivlinsen wie eine Super-Spectra oder Nano(kristall)-Vergütung. Sie eliminieren Streulicht (Lichtreflektionen von der Rückseite des Objektivtubus) und Geister/Phantombilder (durchscheinende Nebenbilder auf der Aufnahme) und sorgen so für eine brillante, klare Abbildungsqualität.

Je besser die verbauten Linsen in einem Objektiv sind, desto wirkungsvoller werden Blendenflecken und Phantombilder unterdrückt.

v12.jpg

Blendflecke können auch eigesetzt werden um dem Betrachter einen bestimmten Ausdruck zu vermitteln, wobei das Phänomen von Geisterbildern viel häufiger in Verbindung mit (billigen) Filtern auftritt, als am Objektiv selber.

Was ist eine Verzeichnung?

Verzeichnungen sind Abbildungsfehler optischer Systeme. Das Problem dabei ist, dass gerade Linien zu einer Kissen oder tonnenförmigen Verzerrung führen können.

v7.jpg

Weitwinkelobjektive neigen konstruktionsbedingt eher zu einem tonnenförmigen Abbildungsfehler.

Bei Teleobjektiven ist dieser Fehler deutlicher ausgeprägter als bei kleineren Zooms, beide hegen zu einem kissenförmigen Abbildungsfehler.

Am allerbesten kommen die Festbrennweiten weg. Hier nimmt man kaum oder gar keinen Fehler wahr. 

Beispiel einer Kissenförmige Verzeichnung.

Beispiel einer Kissenförmige Verzeichnung.

Fehlerbehebung möglich?

JA! Sogar recht einfach. Nikon bietet eine solche Option sogar direkt in einigen Kameras.

Wie im obigen Video zu sehen gibt es aber auch Softwarelösungen die diese Fehler beheben können. Eurer Kamera liegt bereits eine solche Software bei. Bei Canon wäre dies DPP (Digital Photo Professional) oder bei Nikon ViewNX2.

Es gibt aber auch eine Reihe von Drittanbietern die eine solche Option in ihren Bildbearbeitungsprogrammen zu Verfügung stellen, wie z.B. Adobe´s Lightroom.

Adobe Lightroom (klicken um zu vergrößern).

 

Weitere Softwarelösungen bieten:

Was ist ein Abbildungsmaßstab?

Der Abbildungsmaßstab sagt etwas über das Verhältnis zwischen der Größe eines Gegenstandes und seiner Abbildungsgröße auf dem Bildsensor aus. Angegeben wird dies als Verhältniszahl wie 1:2, 1:4 oder 1:8.

Bei 1:2 wäre die Abbildung halb so groß wie das Objekt selber.

Ein kleiner Marienkäfer ist ungefähr 7 Millimeter lang und ca. 5 Millimeter breit. Abbildungsmaßsstab 1:1 wäre erreicht, wenn der Käfer auf dem Foto genau wieder die gleiche Größe hätte.

Ein kleiner Marienkäfer ist ungefähr 7 Millimeter lang und ca. 5 Millimeter breit. Abbildungsmaßsstab 1:1 wäre erreicht, wenn der Käfer auf dem Foto genau wieder die gleiche Größe hätte.

Fast alle Hersteller von Wechselobjektiven, versäumen es den Abbildungsmaßstab an ihren Objektiven anzugeben. Sie bevorzugen hier den Mindestabstand (siehe Bild unten).

Mindestabstand bei diesem Canon Objektiv beträgt 45cm, größter Abbildungsmassstab ist jedoch 1:15!

Mindestabstand bei diesem Canon Objektiv beträgt 45cm, größter Abbildungsmassstab ist jedoch 1:15!

Die Lichtstärke

Bei Lichtstärke und Brennweite sind sich alle Hersteller (im Gegensatz zu den Abkürzungen auf Objektiven) einig. Wenn es »1:1.8« oder 1:4.5-5.6« heißt, ist es die Lichtstärke. »18-55mm« oder »70-300mm« bezeichnet die Brennweite (Zoom) eines Objektivs.* 

Je größer die Anfangsblende, des so kleiner die Zahl (Canon 50mm f/1.8II).

Je größer die Anfangsblende, des so kleiner die Zahl (Canon 50mm f/1.8II).

Bei festen Brennweiten ist es eindeutig, der Blendenwert hinter dem »f« (für Fokus) steht für die maximal mögliche Blendenöffnung. Einen zweiten Wert trifft man bei Zoomobjektiven an. Die kleinere Zahl steht auch hier für die maximale Blendenöffnung, die größere für die der längster Brennweite (max.Zoom).

Nikon 55-300mm f/1:4.5-5.6

Nikon 55-300mm f/1:4.5-5.6

Hauptvorteile eines Objektives mit einer kleinen Blendzahl sind:

* Tolles Bokeh (Unschärfe im Hintergrund)
* Perfekt geeignet bei schlechten Lichtsituationen
* Reduzierung der Belichtungszeit
* Kontrastreiche und brillante Farben

Als Lichtstark werden in der Regel Objektive ab einer Offenblende von f/2.8 bezeichnet. Allerdings heißt es auch: “Jede Erhöhung der Lichtstärke eines Objektives, bewirkt unweigerlich eine Verdopplung des Preises!

Canon 100mm f/2.8L

Canon 100mm f/2.8L

Heute ist Vollmond!

Wenn es dir noch nie so richtig gelungen ist den Mond zu fotografieren, hier ein paar Tipps mit Einstellungen für deine Kamera :)

Bildschirmfoto 2015-06-02 um 21.32.05.png

Voraussetzung:

  • Kamera mit einem manuellen Modus (Am Wahlrad sollte „M“ stehen)
  • Ein Teleobjektiv (Zoomobjektiv) mit einer Brennweite von mehr als 100mm (Grundsätzlich funktioniert es aber mit jedem Objektiv. Ein Zoom auf den Mond hat den Vorteil auch Details wie Krater besser zu erkennen)
  • Ein Stativ oder feste Unterlage für eine ggf längere Belichtungszeit von unter 1/60sek.

Einstellungen:

  1. Schaltet nach Möglichkeit Hilfsmittel wie einen Stabilisator und Autofokus am Objektiv oder Kamera (je Hersteller) aus.
  2. Stellt als nächstes den ISO Wert manuell auf 100 (oder 200 je nach Hersteller). 
  3. Der Blendwert sollte etwa bei 10 bis 13 liegen.
  4. Schaltet in den Live-View (Bildschirm Modus) eurer Kamera
  5. Richtet als nächstes eure Kamera auf den Mond aus und sucht euch euren Bildausschnitt für das spätere Foto.
  6. Sucht nun eine passende Verschlusszeit. Diese wird bei etwa  1/10 - 1/100sek liegen. Der Mond sollte an Schärfe gewinnen und nicht nur ein heller Klecks am Himmel sein ;)
  7. Stellt nun (am Objektiv) manuell auf den Mond scharf (Perfektionisten nutzen das „Lupensymbol“ an der Kamera um um ein 5-10 faches den Bildausschnitt (in diesem Fall den Mond) dichter ranzuholen und so die Schärfe auf den Punkt genau einzustellen).
  8. Falls die Belichtungszeit unter 1/60sek liegen sollte nutzt den internen Auslöser euer Kamera und stellt diesen auf etwa 2-3sek. Das Bild könnte ansonsten leicht verwackeln.
  9. Wenn alles passt, könnt ihr den Mond ablichten :)

Theoretisch müsst ihr bei über 1/60sek kein Stativ nutzen.. es sollte auch ohne Probleme aus der Hand funktionieren. Lass dabei auch alle automatischen Hilfsmittel wie Stabilisator und Autofokus angeschaltet. Jetzt könnt ihr anstelle des Live-Views, den Sucher eurer Kamera nutzen.

Viel Spaß :)

Was ist ein Bokeh?

Der Begriff Bokeh, ist vom japanischen boke abgeleitet und bedeutet unscharf oder verschwommen. Als ein gutes Bokeh bezeichnet man in der Regel ein Foto mit einem angenehmen weichem Hintergrund.

Bei bestimmten Motiven wird der Hintergrund bewusst unscharf gehalten, um das Augenmerk auf das Hauptmotiv zu legen.

Ein Bokeh ist auch wichtig für Porträtobjektive (mittlere Teleobjektive), da der Fotograf häufig bewusst eine geringe Schärfentiefe anstrebt, um den Bildhintergrund in Unschärfe verschwimmen zu lassen und das porträtierte Motiv hervorzuheben.

Gibt es unterschiede im Bokeh?

Ja, unterschiede können je Objektiv und Hersteller auftreten. Beispielsweise erscheinen bei einem Objektiv im unscharfen Bereich viele helle Kreise, während bei anderen Objektiven diese Kreise eine andere Form (zb.: Pentagon oder Oktagon), andere Farben und auch einen anderen Kontrast aufweisen. 
Ein besonders schönes Bokeh erhält man in der Regel mit sehr Lichtstarken Objektiven.

Bokeh mit einem Pentagon ähnlichen Muster


Was ist eine Vignettierung?

Vignettierung bedeutet, ein Helligkeitsabfall oder Abschattung an den Bildrändern und Ecken eines Bildes.
Dieser Randhelligkeitsabfall ist kein Abbildungsfehler und physikalisch ebenfalls nicht vermeidbar.
Die Vignettierung wird durch die Größe des Bildwinkels bestimmt, bei Objektiven mit kurzer Brennweite (zb.: Weitwinkel, Fisheye) und damit größerem Bildwinkel zeigt sich dieser Effekt am deutlichsten.

Crop-Kameras (Rot markiert) verfügen über einen kleinerer Bildsensor, somit über ein kleineren Bildausschnitt als ihr Vollformat Brüder, wo die Vignettierung sehr viel geringer ausfallen kann.

Korrektur einer Vignettierung:

Der Randabfall lässt sich mit relativ einfachen Mitteln korrigieren. 
Einige Kamerahersteller bieten die Möglichkeit eine Korrektur in der Kamera selbst vorzunehmen, jedoch wird diese Korrektur nur in JPG Bildern direkt gespeichert! Fotografierst du im RAW Modus, musst du eine externe Software nutzen.

Canon bietet eine Vigenttierungs-Korrektur direkt in der Kamera, jedoch nur für eigene Objektive!

Canon bietet eine Vigenttierungs-Korrektur direkt in der Kamera, jedoch nur für eigene Objektive!

Software Lösungen:

Alle größeren RAW-Konverter bieten die Möglichkeit, Profile für unterschiedlichste Kamera-Objektiv-Kombination abzurufen. Mit diesen könnt ihr dann eine Vollautomatische oder manuelle Korrektur vornehmen.

Canon Digital Photo Pro. und Nikons ViewNX2 RAW-Konverter beinhalten eine Vigenttierungs Korrektur, jedoch nur für eigene Objektive.

Canon Digital Photo Pro. und Nikons ViewNX2 RAW-Konverter beinhalten eine Vigenttierungs Korrektur, jedoch nur für eigene Objektive.

Softwarelösungen von Drittanbietern verfügen größtenteils auch über eine solche Korrektur. Eines der Populärstes Bildbearbeitung/Archivierungsprogramme ist Adobe Lighroom.

Adobe Lighroom

 

Hinweis:
Eine falsch aufgesetzte oder nicht passende Streulichtblende/Sonnenblende kann ebenfalls eine Abschattung am Bildrand verursachen!